Arbeitsgemeinschaften

Neuer Juso-Vorstand

Am Freitag, 9. Juli, fand die Jahreshauptversammlung der Lüdenscheider Jungsozialisten (Jusos) im Willy-Brandt-Haus am Breitenfeld statt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Wahl eines neuen Vorstands des SPD-Jugendverbands.

Dabei einigten sich die Jusos auf ein neues Vorstandsmodell: Während der Vorstand in den letzten Jahren aus Vorsitzendem, diversen Stellvertretern und einem Geschäftsführer bestand, soll fortan ein Gremium aus fünf gleichberechtigten Vorsitzenden und einem Geschäftsführer die Geschicke der Jungsozialisten leiten.

Ohne Gegenstimmen wurden Marcus Gawlik, Juliane Müller, Annika Schürholz, Philipp Widenka und Jörn Kölling als Vorsitzende gewählt. Als Geschäftsführer wurde Tom Schlanzke bestimmt. Bereits am Mittwoch wurden Marcus Gawlik und Philipp Widenka als Vertreter der Jusos in den Vorstand des SPD-Stadtverbands auf dessen Delegiertenkonferenz gewählt.

Nach sieben Jahren als Vorsitzender trat Fabian Ferber nicht mehr zu den Vorstandswahlen an. Die Mitglieder dankten ihm und beschenkten ihn mit roten Rosen und Rotwein. In seiner Abschiedsrede ließ Ferber die letzten sieben Jahre Revue passieren und berichtete dabei sowohl über die guten als auch die schlechten Erfahrungen.

Insgesamt sei der Einfluss der Jusos in der SPD in den letzten Jahren gewachsen, so Ferber. Im Programm der SPD zur letzten Kommunalwahl seien zahlreiche Juso-Forderungen vorhanden, auch im neuen SPD-Stadtverbandsvorstand sei viel „Juso-Power“ vorhanden. „Dass die SPD sich in den letzten Jahren so stark modernisiert hat und wieder auf die Leute zugeht – das ist auch unser Verdienst“, so Fabian Ferber.

Abschließend ermahnte er die Jusos, weiterhin progressive Inhalte in die SPD einzubringen. Ferber: „Wichtig bleibt, dass die Jusos politisch links stehen und mit ihrem Angebot jungen Leuten zeigen, dass sich politisches Engagement lohnt.“ Am Ende äußerte er auch Kritik an der Kommunikation der SPD mit den Bürgerinnen und Bürgern: „Unser Engagement für den Familienplatz war richtig. Aber es fand keine Diskussion mit den Menschen hier statt. Die Inhalte aus unserem Programm durchsetzen zu wollen ist der richtige Weg. Wir tun, was wir vorher versprochen haben. Aber man nimmt die Leute nicht mit, indem man sein politisches Programm mit dem Charme des Abhakens einer Checkliste durchsetzt. Wir müssen die Menschen mitnehmen. Das geht nur, wenn man die Gefühle versteht und mit ihnen redet. Beides ist uns, das muss man sich eingestehen um daraus zu lernen, nicht gelungen.“